Reaktion auf Terror

Religionen veröffentlichen Manifest

09. Januar 2015 von Timo Teggatz

„Im Namen Gottes darf nicht getötet werden!“ Vertreter mehrerer Religionen haben am Freitag ein Manifest veröffentlicht. Auch Bundespräsident Gauck findet klare Worte.

Nach dem Anschlag auf das französische Satire-Magazin "Charlie Hebdo" haben Vertreter von Politik und Religionsgemeinschaften zur Verteidigung demokratischer Grundwerte aufgerufen. "Unsere Demokratie ist stärker als der Terror", sagte Bundespräsident Joachim Gauck am Freitag in Berlin. In Richtung von Rechtspopulisten, die den Anschlag für ihre Zwecke instrumentalisieren wollen, sagte Gauck: "Wir lassen uns durch Hass nicht spalten." Christen, Juden und Muslime verurteilten indes den Anschlag in einem gemeinsamen Manifest.

Gauck bezeichnete das Attentat, mutmaßlich verübt von Islamisten, als "abscheuliches Verbrechen" und Angriff auf die Freiheit. Jenen, die solche Taten verübten, und jenen, die Kapital daraus schlagen wollten, sage er: "Das Attentat erschüttert uns, aber es erschüttert nicht unsere Überzeugungen."

SPD-Chef Sigmar Gabriel will als Reaktion auf den Anschlag parteiübergreifend ein Signal gegen Gewalt setzen. Er rief in einem Schreiben an alle im Bundestag vertretenden Parteien und die FDP zu einer Demonstration auf. "Der perfide Plan von Terroristen, einen Keil in unsere Gesellschaft zu treiben, darf nicht aufgehen", heißt es in dem Brief.

Das Manifest der Religionen

Im Manifest der Religionsvertreter, das am Freitag von der "Bild"-Zeitung veröffentlichte, heißt es: "Im Namen Gottes darf nicht getötet werden!" Die Morde seien ein Angriff auf die Freiheit des Denkens, des Glaubens sowie von Toleranz und Nächstenliebe. Die ranghohen Vertreter riefen zu Gebeten für die Opfer in Kirchen, Synagogen und Moscheen auf. Unterzeichnet haben das Manifest der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Aiman Mazyek sowie die früheren Funktionsträger beim Zentralrat der Juden, Charlotte Knobloch und Stephan Kramer.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) lobte den Appell der Religionsgemeinschaften. "Eine offene und freie Gesellschaft ist die beste Antwort auf den Hass von Terroristen", sagte er. Der Minister warnte angesichts von Forderungen nach strengen Gesetzen vor Symbolpolitik. Das Gleichgewicht zwischen Freiheit und Sicherheit dürfe nicht aufgegeben werden. Maas kündigte aber an, künftig werde sich strafbar machen, wer Deutschland verlässt, um sich für Terrortaten ausbilden zu lassen. Außerdem soll ein eigener Tatbestand der Terrorismusfinanzierung eingeführt werden.

Hälfte der Deutschen fürchtet Anschlag

Die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, Christine Lambrecht, sprach sich für eine Debatte im Bundestag über den Anschlag und die Folgen aus. Das Parlament will am nächsten Donnerstag der Opfer gedenken. Ebenso wie die Behörden des Bundes hängen bis diesen Samstag auch Flaggen an Bundestagsgebäuden auf Halbmast.

Am Mittwoch hatten schwer bewaffnete Männer die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" in Paris überfallen und zwölf Menschen getötet. Weitere elf Menschen wurden verletzt.

Dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend zufolge fürchtet die Hälfte der Deutschen nach dem Anschlag, dass es auch hierzulande in nächster Zeit einen Anschlag geben wird. Im Oktober waren es aber noch deutlich mehr (59).

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