Die Osterbotschaften unserer Bischöfinnen und unseres Bischofs: Hoffnung, die das Leben verwandelt
04. April 2026
Unsere Bischöfinnen und unser Bischof laden dazu ein, sich von der Hoffnung und Liebe Gottes berühren zu lassen. Sie ermutigen, das eigene Leben und das Miteinander in Familie, Gemeinde und Gesellschaft neu zu gestalten – getragen von der österlichen Zuversicht, dass Gottes Liebe alles verwandeln kann.
Zum diesjährigen Osterfest rufen Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Bischöfin Kirsten Fehrs, Bischöfin Nora Steen und Bischof Tilman Jeremias dazu auf, die Hoffnung und die verwandelnde Kraft der Auferstehung Christi neu zu entdecken. Gerade in bewegten Zeiten voller Unsicherheit, gesellschaftlicher Spannungen und globaler Krisen setzen sie ein Zeichen: Ostern ist Gottes kraftvolles Ja zum Leben – und ein Aufruf, der Angst und Resignation nicht das letzte Wort zu lassen.
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt: Ostern setzt Zeichen gegen Angst und Gewalt
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- Die Landesbischöfin teilt ihre Gedanken zu Ostern auch auf Instagram
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt lädt in ihrer Osterbotschaft dazu ein, der Hoffnung Raum zu geben und sich für Frieden und Versöhnung einzusetzen. „Stell dir eine Welt vor, in der Gewalt endet, Kriege verstummen, Kinder behütet aufwachsen und alte Menschen Geborgenheit finden“, sagt sie. „Ostern fragt uns: Glaubst du, dass ein solches Miteinander möglich ist?“

"Ostern rückt die Welt wieder zurecht"
Angesichts einer Welt, die von Kriegen, Leid und wachsendem Misstrauen geprägt ist, setzt Ostern nach den Worten der Leitenden Geistlichen der Nordkirche eine andere Perspektive: „Ostern rückt die Welt wieder zurecht. Es fordert uns auf, der Dunkelheit, der Gewalt und der Resignation nicht zu gehorchen.“ Die Botschaft beginne am leeren Grab und öffne den Blick für neues Leben: Aus dem Tod wachse Leben, aus Hass werde Liebe, aus Gewalt Versöhnung.
Dabei versteht Kristina Kühnbaum-Schmidt die Auferstehung Christi als Gottes entschiedenes Gegenwort zu allem, was Leben zerstört. Ostern rufe dazu auf, Hoffnung zu leben, Frieden zu suchen und die Würde aller Menschen zu achten. „Wo Menschen einander die Hand reichen, Versöhnung wagen und Frieden suchen, wird die Kraft der Auferstehung sichtbar“, so die Landesbischöfin und schließt: „Wo Menschen einander die Hand reichen, Versöhnung wagen und Frieden suchen, werde diese österliche Wirklichkeit sichtbar.“
Aus dem Tod Jesu am Kreuz erwächst neues Leben. Aus Hass wird Liebe, aus Gewalt wird Versöhnung. Schwerter sollen zu Pflugscharen werden.
Bischöfin Kirsten Fehrs: Ostern schenkt Hoffnung und Halt in unsicheren Zeiten
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- Bischöfin Fehrs teilt ihre Gedanken zu Ostern auch auf Instagram
Bischöfin Kirsten Fehrs beschreibt die Osterbotschaft als kraftvolle Quelle von Hoffnung und Halt in einer von Krisen und Kriegen geprägten Zeit. Die Auferstehung Jesu Christi sei „eine der machtvollsten Hoffnungsgeschichten“, in der sich zeige: Not und Leid haben nicht das letzte Wort. „Mich berührt besonders, wie widerständig und kraftvoll dieser Osterruf ist – die Zuversicht, dass das Leben siegt“, so Kirsten Fehrs.

Ostern setze der Lebensfeindlichkeit ein entschiedenes „Halleluja“ entgegen. Gott weise Hass und Vernichtung in die Schranken und nehme dem Tod die Macht. Für die Bischöfin steht fest: „Die Abgründe der Welt sind nicht die ganze Wirklichkeit.“ Gerade darin liege die Kraft der österlichen Botschaft.
Die Abgründe der Welt sind nicht die ganze Wirklichkeit. Darin liegt die Kraft von Ostern.
"Ostern richtet auf"
Zugleich hebt Kirsten Fehrs die seelsorgerliche Dimension von Ostern hervor. Die Hoffnung der Auferstehung werde dort konkret, wo Menschen in ihren Sorgen gehört werden – in Krisen ebenso wie in den leisen Nöten des Alltags. „Ostern richtet auf“, betont sie, und eröffne die Möglichkeit, Angst, Einsamkeit und Überforderung auszusprechen und neue Zuversicht zu gewinnen.
In der gelebten Seelsorge werde diese Hoffnung sichtbar: Menschen erfahren Entlastung und spüren, dass sie nicht allein sind. Darin zeige sich Ostern mitten im Leben – als Kraft, die hilft, das Leben anzunehmen und neu zu umarmen.
Bischöfin Nora Steen: Ostern ermutigt zum Aufstehen gegen Angst und Resignation
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Bischöfin Nora Steen stellt in ihrer Osterbotschaft den Weg vom Dunkel ins Licht in den Mittelpunkt. Ostern beginne nicht im hellen Morgen, sondern mitten in Angst, Unsicherheit und Hoffnungslosigkeit. Gerade dort, so Steen, setze Gottes Handeln an: Wo Menschen keinen Ausweg mehr sehen, wachse neue Zuversicht – und mit ihr der Mut, aufzustehen.

Die Auferstehung Jesu Christi sei die Grundlage dieser Hoffnung. Sie sei ein Geschenk, das aus Liebe und der Gewissheit entspringe, dass Gott den Menschen nahe ist – besonders in Momenten der Not. „Ostern heißt: Mitten im Dunkel geschieht Neues“, betont die Bischöfin.
Ostern ist die Entscheidung, dem Leben mehr zuzutrauen als der Angst.
"Ostern ruft uns dazu auf, aufzustehen"
Angesichts einer Zeit, in der der gesellschaftliche Ton rauer wird und Gewalt sowie Unsicherheit zunehmen, setzt Ostern ein klares Zeichen: „Nicht liegen bleiben in Angst und Resignation. Nicht schweigen, wenn Würde verletzt wird“, so die Bischöfin. Ostern widerspreche allem, was Menschen klein macht, und rufe dazu auf, aufzustehen – für sich selbst und für andere.
Der Hoffnung mehr Raum zu geben als der Resignation – und der Menschlichkeit mehr Gewicht zu geben als dem, was uns trennt, das möchte Nora Steen in diesen Tagen allen Menschen mit auf den Weg geben. „Ich wünsche Ihnen in diesen Tagen den Mut, aufzustehen. Für sich selbst, genau wie für andere. Ostern zeigt: Das Leben gewinnt.“
Bischof Tilman Jeremias: Ostern ist der Sieg des Lebens über den Tod
- Osterbotschaft
- Bischof Jeremias teilt seine Gedanken zu Ostern auch auf Instagram
In seiner Osterbotschaft stellt Bischof Tilman Jeremias die Frage nach Leid und Hoffnung in den Mittelpunkt – ausgehend von der Beerdigung eines 28-jährigen Mannes, der an Krebs starb. „Warum er? Warum dieser Schmerz?“ Antworten darauf gebe es nicht. Doch in der Trauer hätten sich die Menschen an Gott gewandt, ihm ihr Leid geklagt und füreinander Halt gesucht.

Gerade angesichts eines so frühen Todes zeige sich die Zerbrechlichkeit des Lebens. Und doch halte der Glaube an einer Hoffnung fest: dass der Verstorbene in Gottes Händen geborgen ist, befreit von allem Leid. Diese Hoffnung gründe in der Auferstehung Jesu Christi. Sie ist für Jeremias der tragende Grund des Glaubens: Der Tod hat nicht das letzte Wort.
Der Tod hat nicht das letzte Wort über uns – das ist die Hoffnung von Ostern.
Ostern bedeutet "Hoffnung durch Zeiten der Trauer"
Ostern bedeute den Sieg Gottes über den Tod – und sei zugleich eine klare Gegenansage an Gewalt, Terror und Machtmissbrauch. „So sehr sie die Gegenwart prägen: Ihre Zeit ist begrenzt“, betont Bischof Tilman Jeremias. In der Auferstehung zeige sich Gottes schöpferische Kraft, die neues Leben hervorbringt – über alle Grenzen hinweg. Diese Hoffnung trage auch durch Zeiten der Trauer und eröffne neue Perspektiven.
